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Kulturhistorischer Morgenspaziergang "Orte der Kraft"Erlebnis Geschichte(n) Orte der KraftWohnhaus von Bruder KlausDas Haus auf dem Schübelacker wurde um 1446 von Niklaus von Flüe – dem späteren
Bruder Klaus – als Wohnhaus für seine Familie erbaut. Mit seiner Ehefrau Dorothea und den
Kindern wohnte er hier, bis er sich 1467 für ein Leben als Eremit entschied. Die Familie blieb
weiterhin in diesem Haus. ![]() ![]()
Zelle von Bruder Klaus und Obere RanftkapelleDie Vision von den vier Lichtstrahlen liess Bruder Klaus den Ranft wählen, um hier Ende
1467 ein "cluselin" aus Ästen, Holz und Laub zu bauen. Das Land Obwalden errichtete ihm
auf Staatskosten schon im folgenden Jahr die Kapelle mit der hölzernen Zelle, in
der Bruder Klaus bis zu seinem Tode 1487 lebte. Auch wenn Bruder Klaus sich von allen Ämtern zurückgezogen hatte, um nur noch im Dienst an Gott zu leben, war sein Rat in politischen Angelegenheiten weiterhin gefragt. Untere RanftkapelleSchon zu seinen Lebzeiten wurde Bruder Klaus
von vielen Ratsuchenden aufgesucht. Nach seinem Tod wuchs der Pilgerstrom stetig an,
sodass die obere Ranftkapelle zu klein wurde und man 1501-1504 die untere Kapelle baute. MöslikapelleBei der kleinen Kapelle am Hang der Melchaaschlucht lebte Bruder Ulrich als Einsiedler. Er stammte aus Schwaben und gab seinen Beruf als Kaufmann auf, um bei Bruder Klaus zu leben. In der kleinen Seitenkammer, die mit der Kapelle verbunden ist, befindet sich der Stein, der der Überlieferung nach Bruder Ulrich als Schlaf stelle gedient haben soll. Beim Bau der Kapelle 1484 wurde der Stein in diese miteinbezogen. Bruder Klaus und Bruder Ulrich waren keine weltfremden Sonderlinge. Im Spätmittelalter wählten viele den Weg als Eremiten an einem einsamen Ort. Kapelle St. NiklausenVon weitem sichtbar thront die Kapelle St.Niklausen mit dem freistehenden Glockenturm über dem Sarneraatal. Der Sage nach soll es sich um eine der ältesten Kapellen Obwaldens handeln. Wegen seiner fremdartigen Architektur wurde der Turm lange Zeit fälschlicherweise als Bauwerk von Heiden oder Römern betrachtet. Die Fresken im Chor aus dem 14. Jahrhundert gehören zu den bedeutendsten gotischen Wandmalereien der Innerschweiz.
Sprecher: Simon Ledermann März 2007 Kulturhistorischer SpaziergangVon der Grabkapelle zum Geburtshaus von Bruder Klaus oder umgekehrt4 Stationen mit Informationen und Musik
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