Obwalden: Gut besuchtes Jodlerkonzert im Flüeli-Ranft
Melodien, die das Herz erfreuen
Fröhliche Melodien zu humorvollen Texten trugen zum nachhaltig schönen Erlebnis am Jahreskonzert der Flüeli-Jodler bei.
«Härz freu di», «Es freis Lache», «Mit Humor» sind einige der viel sagenden Titel, die dem mit rund 300 Zuhörerinnen und Zuhörern gut besuchten Jahreskonzert des Jodlerklubs Flüeli-Ranft den Stempel aufdrückten. Nicht Enzian und Alpenglühen standen für einmal im Mittelpunkt, sondern kleine, alltägliche Gegebenheiten kamen in ansprechende Melodien und Texte verpackt voll zur Geltung. Ob der Jodlerklub Flüeli-Ranft oder die als Gäste anwesenden Stadtjodler Luzern beide verstanden es gleich gut, sich in die Herzen der Jodlerfamilie zu singen und juizen.
«Willisegger-Abend»
Zu verdanken war der angenehme Abend dem bekannten Komponisten Heinz Willisegger. Die Idee, einen regelrechten «Willisegger-Abend» zu veranstalten, entstand im Jodlerklub Flüeli-Ranft mit Dirigent Erwin Britschgi. Eines der gefälligen Lieder, nämlich «Hübschli Hübschli» hörte der anwesende Heinz Willisegger, der vor Jahren die Stadtjodler Luzern dirigierte, selber zum ersten Mal. Auf das gute Echo angesprochen, hielt Willisegger fest, dass er immer Textschaffende gewählt habe, deren Worte ihn inspirierten. Seine fröhlichen Liedtexte stammen hauptsächlich von Hans Däschler und Beat Jäggi.
Die Highlights
Bei keinem Jodlerkonzert weiss man vorher, wer Publikums Liebling wird. Im Flüeli waren es eindeutig die beiden Fahnenschwinger Werni Keiser aus Kerns und Bäni Rohrer aus Flüeli-Ranft. Der einmal mehr mit Humor und grossem Hintergrundwissen durch den Abend führende Werner Reinhard verstand es, die Spannung anzuheizen. «Kann das auch der Bäni, nämlich die Fahne zuvorderst auf der Bühne schwungvoll in schwindelerregende Höhe werfen... und wieder auffangen?» Und siehe, er wie sein absolut souveräner Kollege verstanden zur Freude der Zuschauer ihr Handwerk. Grossartig war dabei das begleitende Alphorntrio «Bärgfrindä». Überaus positive Publikumsreaktionen auch zu den beiden Stadtluzerner Vorjodlerinnen Heidi Rölli und Nene Scheidegger-Wälti. Heidi Rölli, Dirigentin der Luzerner Stadtjodler, hat des Jodeln im Blut, ist sie doch die Tochter der bekannten Hergiswiler Jodlerin Emmi Agner. Dann wie immer viel Beifall für das zum Flüeliklub gehörende Jodlerduett Bethli Dali und Glois von Moos mit Begleiter Erwin Britschgi.
Für vierzig Jahre Treue zum Chorgesang kam es während des Konzertes zu einer kleinen Ehrung. Die Gefeierten sind Erwin Britschgi, Balz von Flüe, Alphons Hüppi, Albert Rohrer, Anton Rohrer und Josef Rohrer. VON BEA ZAI |