Laien zeigen ihre prophetische Kraft
Im Austausch wollen die deutschsprachigen Laientheologinnen und Laientheologen der Schweiz dieses Jahr am Pfingstmontag am Wirkungsort von Bruder Klaus für ihre Visionen einstehen und diese «prägnant, prophetisch und provokativ weitertragen». Da zurzeit eine bei den Schweizer Bischöfen angeregte Schweizer Synode nicht möglich sei, soll ein «Zeichen aus der prophetischen Kraft von uns Laien» gesetzt werden.
Auch Bruder Klaus war Laie
800 Frauen und Männer in der deutschsprachigen Schweiz, die ein abgeschlossenes Theologiestudium absolviert haben und die in verschiedensten Funktionen als so genannte Laien im Einsatz sind, sowie zusätzlich die Ständigen Diakone wurden zu diesem ersten Treffen nach Flüeli-Ranft eingeladen. Weshalb an den Wirkungsort des Ranftheiligen? «Weil der Heilige Bruder Klaus selber ein Laie war», betonen die Veranstalter.
Als Leitgedanke über dem so genannten Pfingst-Palaver steht der Prophetensatz von Jo'l: «Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben Visionen.» Das Treffen soll «den Kontakt über die Bistumsgrenzen hinaus fördern und uns in unseren Anliegen verbinden», schreiben die Veranstalter aus den Diözesen Basel, Chur, St. Gallen, Freiburg und Sitten.
Synode nicht in Sicht
Der St. Galler Vertreter unter den Organisatoren, Pastoralassistent Bruno Schmid aus Schänis SG, verweist auf Anfrage auf die Entstehungsgeschichte: «Seit 1996 wünschten die Deutschschweizer Vorstände der Laientheologenvereinigungen bei der Bischofskonferenz eine gesamtschweizerische Synode, was nicht realisierbar scheint. Wir wurden vertröstet, und frühestens in einigen Jahren besteht Aussicht auf eine Synode. Deshalb handelten wir.»
EUGEN KOLLER, KIPA