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Ausgabe vom Freitag, 4. Juli 2002
 
 

SACHSELN: Generalversammlung von Sachseln/Flüeli-Ranft Tourismus

Erlebnis mit Tiefgang bieten

Auf ein erfolgreiches Jahr 2001 konnte Sachseln/Flüeli-Ranft Tourismus an der Generalversammlung im Hotel Flüematte in Flüeli-Ranft zurückblicken.

«Flüeli-Ranft ist aussergewöhnlich! Die schmucke Ortschaft, die Gegenwart des Mystikers Niklaus von Flüe und der Ranft sind ein einzigartiger Schmelztiegel für Reisende und Pilger aus aller Welt auf der Suche nach geistigen Erlebnissen - eine Reise zu sich selbst.» So formuliert es das im letzten Jahr geschaffene neue Leitbild des Tourismusvereins Sachseln/Flüeli-Ranft.

Zwei Prozent mehr Logiernächte

Dieses «Kleinod von Spiritualität, Mystik, Meditation, Musik und reiner Natur» (so das Leitbild) bewies auch 2001 seine Anziehungskraft. Neben der Anzahl der Tagesgäste konnte diejenige der Logiernächte von 86 197 im Jahr 1999 über 88 835 im Jahr 2000 auf 90 611 gesteigert werden. Dieses Wachstum um 2,0 Prozent ist umso bemerkenswerter, als der Kanton Obwalden einen Rückgang der Übernachtungen um 5,4 Prozent und die Zentralschweiz einen solchen von 6,4 Prozent hinnehmen mussten. Die Übernachtungen verteilten sich auf 67 563 (+1541) in Hotels, 11 412 (-1069) in Lager- und Gruppenunterkünften, 8870 (+908) in Ferienwohnungen) sowie 2766 (+396) im Camping.

Diese erfreulichen Zahlen schlugen sich auch in der Jahresrechnung nieder. Sie schloss bei einem Aufwand von 161 181 Franken und einem Ertrag von 179 487 Franken mit einem Mehrertrag von 18 305 Franken ab. Im Vorjahr war noch ein Mehraufwand von 12 123 Franken zu verzeichnen gewesen. An Kurtaxen und Beherbergungsabgaben wurden 129 267 Franken eingenommen. An die Destination Vierwaldstättersee Tourismus wurden 19 839 Franken Beherbergungsabgaben plus 7000 Franken Jahresbeitrag abgeliefert.

Ehrenmitglied Hans Spichtig

Für den jahrzehntelangen Einsatz im Dienst des Verkehrsvereins und der Gäste wurde Hans Spichtig von der Generalversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Passend zu seiner Arbeit als unermüdlicher Betreuer der Wanderwege und zu seinem Hobby als Jäger erhielt er als Geschenk einen mit wander- und jägerfesten Utensilien gefüllten Tornister.

Administrative Zusammenarbeit

Um die finanziellen Mittel möglichst voll für Aktivitäten und Werbung einsetzen zu können, wurde eine Zusammenarbeit mit Sarnen Tourismus vereinbart. Das Tourismusbüro Sarnen hat auf den 1. Januar 2002 im Auftragsverhältnis die Administration von Sachseln/ Flüeli-Ranft Tourismus übernommen. Mit diesem starken Partner will man sich innerhalb von Vierwaldstättersee Tourismus gut positionieren. Nach der Schliessung des eigenen Informationsbüros im Herbst 2001 stehen den Gästen vor Ort die einzelnen Betriebe sowie der neu gestaltete Schaukasten mit Prospekt-Dispenser im Flüeli sowie die bewährte Informationsstelle im Libretto-Buchladen in Sachseln zur Verfügung. Die Unterkunftsliste und Übersicht über die Gastronomieangebote liegt in neuer Gestaltung vor. Wer über die Angebote in Sachseln und Flüeli-Ranft mehr erfahren will, kann sich auch auf der aktualisierten Homepage im Internet kundig machen (www.flueliranft.ch).

Orte der Ruhe sind gesucht

In einem Ausblick umriss der vor einem Jahr gewählte Vereinspräsident Martin Küttel, Direktor des Jugendstilhotels Paxmontana, die Zukunftstrends. In der überfüllten Konsumgesellschaft werde Luxus heute allmählich umdefiniert. Als Anzeichen von kulturellen Reaktionen auf die Moderne würden Ruhe, Stille, Entlegenheit als neuer «Luxus» angestrebt. Das Authentische werden in einer von Hektik und Reizüberflutung übersättigten Alltagswelt stärker gesucht. Deshalb sieht Martin Küttel in Flüeli-Ranft als Ort der Stille, der Ruhe, der Erholung, der Spiritualität, der Kultur, der Geschichte oder Ort der Kraft ein grosses Potenzial. Es gelte den Gästen zu vermitteln, dass der Ort speziell, oder - wie im Leitbild ausgesprochen - aussergewöhnlich sei. Gewissermassen ein Erlebnispark mit natürlichen, betont bescheidenen Höhepunkten. «Unsere Aufgabe ist es, den Rahmen so zu gestalten, dass dieser Ort zu einem Erlebnis, zu einem geistigen Erlebnis mit Tiefgang werden kann», erklärte Martin Küttel.

REMO RAINONI

 

 

 

 

 

 

 

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