Wirtschaftsförderung Obwalden
Das Aussergewöhnliche und Einzigartige von
Flüeli-Ranft
Bruder Klaus als Wirtschaftsförderer der
Region? - Gedanken eines Hoteliers und eines Historikers im Jugendstilhotel
Paxmontana.
Heini Portmann, der Präsident der Wirtschaftsförderung
Obwalden, konnte am Montagabend gegen hundert Gäste aus Politik
und Wirtschaft begrüssen. Zum Thema «Nische besetzt:
Volle Kraft voraus» sprach «Paxmontana»-Direktor
Martin Küttel, Präsident des Tourismusvereins Sachseln/Flüeli-Ranft,
während der Historiker Niklaus von Flüe über Bruder
Klaus «Ein Eremit - in Wirtschaft und Politik versiert»
referierte.Martin Küttel machte vorerst eine kurze Reise in
die Vergangenheit, in die Anfänge des Gruppentourismus und
des Hotelbooms in der Schweiz Ende des 19. Jahrhunderts. Dann leitete
er zur Besonderheit von Flüeli-Ranft über: «Aussergewöhnlich.
Einzigartig. Ein Ort der Stille, der Ruhe, der Erholung, der Spiritualität,
der Kultur, der Geschichte oder einfach ein Ort der Kraft.»
Nur wenige Orte in Europa könnten sich mit Flüeli-Ranft
und seinem Potenzial messen. «Natürlich wissen das die
wenigsten», so Küttel. «Viele Gäste wissen
es, und wir wiederum wissen es von ihnen.» Und für die
Obwaldner ist die Einzigartigkeit von Flüeli-Ranft und die
Geschichte und Stellung von Bruder Klaus so selbstverständlich,
dass man kaum darüber spricht. Dies müsste sich ändern,
drückte der Hotelier und Touristiker seine Erwartung diskret
aus. Eines Tages nämlich könnte am Eingangsportal des
Dorfes stehen: «Wirkensort des Mystikers und Friedensheiligen
Niklaus von Flüe».
Wirtschaftsförderer Bruder Klaus?
Die Anregung des Touristikfachmanns veranlasste
den Historiker Niklaus von Flüe, das Leben Bruder Klausens
unter dem wirtschaftlichen Blickwinkel zu untersuchen. Die Familie
von Flüe bewirtschaftete auf Flüeli-Ranft einen ansehnlichen
Besitz, und dem tüchtigen Bauern und Ratsherr Klaus von Flüe
stand ein weiterer Aufstieg in der politischen Laufbahn offen. Bereits
in jungen Jahren spürte Klaus jedoch eine stark religiöse
Neigung, erwähnte der Historiker, und es sei nicht der Entscheid
eines Sonderlings gewesen, den politischen Würden zu entsagen
und den Kreis der Familie und der Dorfgemeinschaft zu verlassen.
Der Referent hielt klar fest, dass Klaus sich seiner Familie nicht
mutwillig entzogen habe, sondern erst in die Einsamkeit ging, als
seine Frau es erlaubte. Das bäuerliche Heimwesen sei gross
genug gewesen, Frau und Kinder zu ernähren und die ältesten
Kinder erwachsen genug, den Hof zu bewirtschaften.
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