«Beatocello» in Sachseln
«Auch Bruder Klaus war gegen die Korruption»
«Jedes Kind dieser Welt hat nur ein Leben»,
sagte Bear Richner bei seinem Konzert in der Pfarrkirche Sachseln.
Und ein Recht auf korrekte medizinische Behandlung.
Ein eindrückliches Bild: Beat Richner mit seinem
gekonnten Cellospiel, seinen berührenden Songs für die
ärmsten der armen Kinder in Kambodscha in der Sachsler Pfarrkirche.
Der Kinderarzt sitzt neben dem ruhenden Bruder Klaus. «Auch
er kämpfte für den Frieden, auch er war gegen die Korruption»,
stellte «Beatocello» einleitend fest.
Richner war am Samstagnachmittag auf der Alp Älggi
als erster «Schweizer des Jahres 2002» im Rahmen des
Swiss Awards des Schweizer Fernsehens geehrt worden. Anschliessend
gab er in der gut besetzten Sachsler Pfarrkirche ein Konzert.
«...weil ich Geld brauche»
Es war wie gewohnt viel mehr als «nur»
ein Cellokonzert. Und Beat Richner redete nicht lange um den heissen
Brei herum, sondern formulierte die sein Lebenswerk betreffenden
Anliegen klar. «Ich komme in die Schweiz, weil ich Geld brauche.
Geld für die Gratisbehandlung von jährlich 600 000 ambulanten
und 50 000 stationären kleinen Patienten.»
Das Jahresbudget der Richner-Institutionen in Kambodscha
drei Kinderspitäler, eine grosse Maternité, ein Ausbildungszentrum
beträgt 18 Millionen Franken. 90 Prozent davon stammen aus
Schweizer Spenden, «und das muss so bleiben». Aus tiefster
Überzeugung heraus vertritt der «Schweizer des Jahres
2002» seine Ansichten: «Diese Kinder und ihre Mütter
haben ein absolutes Recht auf korrekte medizinische Behandlung,
was immer sie kostet. Herablassende westliche Wohltäterallüren
sind völlig fehl am Platz.» Jedes Kind dieser Welt habe
nur ein Leben und ein Kind, weil arm, sterben zu lassen, sei ein
krasser Verstoss gegen das Recht. «Dem Killer Nummer 1, der
Tuberkulose, ist nur mit Spitzenmedizin zu begegnen», SO Beat
Richner.
Zum Schluss dann sein humorvoller Postcheckkonto-Song,
auf Englisch, weil dem «Schweizer des Jahres» die Nennung
der Zahlen in «Schwiizerdütsch» aus Konzessionsgründen
verboten ist. Darum auf gut Hochdeutsch: Stiftung Kantha Bopha:
Postcheckkonto 80-60699-1.
Bea Zai |