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19. Mai 2003
 
 

«Beatocello» in Sachseln

«Auch Bruder Klaus war gegen die Korruption»

«Jedes Kind dieser Welt hat nur ein Leben», sagte Bear Richner bei seinem Konzert in der Pfarrkirche Sachseln. Und ein Recht auf korrekte medizinische Behandlung.

Ein eindrückliches Bild: Beat Richner mit seinem gekonnten Cellospiel, seinen berührenden Songs für die ärmsten der armen Kinder in Kambodscha in der Sachsler Pfarrkirche. Der Kinderarzt sitzt neben dem ruhenden Bruder Klaus. «Auch er kämpfte für den Frieden, auch er war gegen die Korruption», stellte «Beatocello» einleitend fest.

Richner war am Samstagnachmittag auf der Alp Älggi als erster «Schweizer des Jahres 2002» im Rahmen des Swiss Awards des Schweizer Fernsehens geehrt worden. Anschliessend gab er in der gut besetzten Sachsler Pfarrkirche ein Konzert.

«...weil ich Geld brauche»

Es war wie gewohnt viel mehr als «nur» ein Cellokonzert. Und Beat Richner redete nicht lange um den heissen Brei herum, sondern formulierte die sein Lebenswerk betreffenden Anliegen klar. «Ich komme in die Schweiz, weil ich Geld brauche. Geld für die Gratisbehandlung von jährlich 600 000 ambulanten und 50 000 stationären kleinen Patienten.»

Das Jahresbudget der Richner-Institutionen in Kambodscha drei Kinderspitäler, eine grosse Maternité, ein Ausbildungszentrum beträgt 18 Millionen Franken. 90 Prozent davon stammen aus Schweizer Spenden, «und das muss so bleiben». Aus tiefster Überzeugung heraus vertritt der «Schweizer des Jahres 2002» seine Ansichten: «Diese Kinder und ihre Mütter haben ein absolutes Recht auf korrekte medizinische Behandlung, was immer sie kostet. Herablassende westliche Wohltäterallüren sind völlig fehl am Platz.» Jedes Kind dieser Welt habe nur ein Leben und ein Kind, weil arm, sterben zu lassen, sei ein krasser Verstoss gegen das Recht. «Dem Killer Nummer 1, der Tuberkulose, ist nur mit Spitzenmedizin zu begegnen», SO Beat Richner.

Zum Schluss dann sein humorvoller Postcheckkonto-Song, auf Englisch, weil dem «Schweizer des Jahres» die Nennung der Zahlen in «Schwiizerdütsch» aus Konzessionsgründen verboten ist. Darum auf gut Hochdeutsch: Stiftung Kantha Bopha: Postcheckkonto 80-60699-1.

Bea Zai

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