Die Krone für den King
Roger ist Schweizer des Jahres!
ZÜRICH Er hat schon fast alles gewonnen,
was ein Sportler nur gewinnen kann: Jetzt ist Roger Federer (22)
auch noch «Schweizer des Jahres»! King Roger I. wurde
gestern im Zürcher Hallenstadion im Rahmen des «SwissAward»
die Krone aufgesetzt.
VON ROLF GATSCHET

«Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und bin total
überrascht», meinte Federer etwas verlegen zu seinem
totalen Triumph beim «SwissAward».
Direkt von den TV-Zuschauern, und nicht wie die Kategoriensieger
von einer 100-köpfigen Academy, wurde Roger Federer zum Schweizer
des Jahres 2003 gewählt. «Die kritischste und unabhängigste
Jury der Schweiz», kommentierte Sandra Studer. Die strahlend
schöne TV-Frau führte zusammen mit Lolita Morena und der
Tessiner Moderatorin Emanuela Gaggini durch die Schweizer «Oscar»-Nacht.
Federer, begleitet von seiner Freundin Mirka Vavrinec,
wurde damit zum Nachfolger von Beat «Beatocello» Richner,
der letztes Jahr den Preis in Empfang nehmen konnte. Federers Name
wird künftig auf der Aelggi-Alp ob Sachseln OW in Stein gemeisselt
sein, direkt im geografischen Herzen der Schweiz. Seinen Platz in
den Herzen der Schweizerinnen und Schweizer hat er bereits auf sicher.
2003 wird für ihn zum unvergesslichen Siegeszug:
Triumph in Wimbledon, beim wichtigsten Tennisturnier der Welt. Triumph
beim Masters, der Tennisweltmeisterschaft. Triumph bei sechs weiteren
Tennisturnieren. Triumph bei der Wahl zum Sportler des Jahres. Triumph
in der Kategorie «Sport» beim «SwissAward».
Und als krönender Abschluss: «Schweizer des Jahres 2003».
«Diesen Preis entgegenzunehmen macht mich unheimlich
stolz. Jetzt muss ich wohl den Rucksack packen, ein paar Chlöpfer
mitnehmen und mir die Aelggi-Alp mal ansehen», sagte Federer
noch während der Gala.
Nur zu einem Turniertriumph vor heimischem Publikum
hats bis jetzt noch nicht gereicht. Aber auch das wird Roger Federer
noch schaffen. Das ist sicher.
Schliesslich ist er King Roger I.
«Ein weiteres Mal sage ich Danke. Eine
unglaubliche Saison für mich», sagte Federer und träumt
weiterhin vom ersten Schweizer Turniersieg.
FOTO: MICHAEL WÜRTENBERG
|