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Alteingesessene Obwaldner kennen und schätzen den Wert der vielfältigen Kulturlandschaft auf kleinstem Raum. Neuzuzüger, so ist oft zu hören, lassen sich aus genau diesen Gründen in Obwalden nieder, längere Arbeitswege hin oder her. Und nochmals die gleichen Argumente haben Gäste, die oft seit Jahrzehnten ihre Ferien in Obwalden verbringen. Eine Gemeinsamkeit haben alle: Sie möchten mehr über diese oder jene Kapelle erfahren, die Geschichte des unscheinbaren «Helgästecklis», des altehrwürdigen Bauernhauses erzählt bekommen. Dieser Neugierde haben sich fürs Erste Sachseln-Flüeli-Ranft Tourismus und das Via-Cordis-Haus St. Dorothea in Flüeli-Ranft angenommen. Premiere lief wie versprochenDie Premiere des kulturhistorischen Morgenspazierganges von der Grabkapelle in Sachseln bis zum Geburtshaus von Bruder Klaus in Flüeli-Ranft gelang in allen Teilen. «Wir Initianten, namentlich Urs-Beat Frei vom Museum Bruder Klaus, Otto Leuenberger vom Freizeitzentrum und meine Wenigkeit, Priska Knüsel-Glazmann vom Via-Cordis-Haus, sind enorm erfreut, dass unsere <Prototyp>-Wanderung 28 Teilnehmende anlockt.» Und weiter Priska Knüsel: «Es ist für uns eine Ehre, von hochkarätigen Geschichtenerzählern begleitet zu werden. Fachleute, die es verstehen, auch noch so Kunstkundigen ein Aha-Erlebnis zu vermitteln.» Damit hatte sie nicht zu viel versprochen: Staatsarchivar und Geschichtsprofessor Angeln Garovi, Denkmalpfleger Peter Omachen, Urs-Beat Frei, er die Frömmigkeitsbewegungen durch die Jahrhunderte erklärend, und Theologe Robert Knüsel vermochten ein wahres Feuerwerk an Wissen zu zünden. Ob beim Start die Grabkapelle, am Besinnungsweg die Kathrinen- und Lourdeskapelle und am Schluss,das Geburtshaus - jede Station wartete mit Neuem und Oberraschendem auf. Zudem präsentierte sich Obwalden von seiner schönsten Seite. Die paar Schweisstropfen nahmen die Wanderer gerne in Kauf. Schatzkammern öffnenDieser nunmehr erprobte und geführte Spaziergang wird in Zukunft Gruppen angeboten. Einzelpersonen können sich bald mit einem im Libretto-Buchladen in Sachseln gemieteten Audiophon auf den Weg machen. Im Laufe dieses Monats geben die Prototyp-Referenten ihre später auf dem Audiophon zu hörenden Texte schriftlich ab. Doch damit nicht genug: Es sollen weitere kulturhistorische Spaziergänge kreiert werden. Dass Obwalden eine wahre Fundgrube darstellt, darin sind sich die Initianten wie diejenigen, die so eindrücklich und hautnah zwischen Sachseln und Flüeli erzählten, einig. «Die Tourismusvereine aller Gemeinden sind gefordert, ihre Schatzkammern zu öffnen und das Erlebnis Geschichte(n) einem breiten Publikum bekannt zu machen», wünschen sich die Kunst- und Kulturkenner Angelo Garovi, Peter Omachen und Urs-Beat Frei. Ein schöner Anfang sei von Sachseln/Flüeli-Ranft gemacht. BEA ZAl HINWEIS |
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