Neue Projekte geplant
An der ersten Tagung «Hotelgeschichte und -architektur: Erfolgsfaktor im Tourismusmarketing» in Flüeli-Ranft wurde gefachsimpelt, informiert und geplaudert.
Fazit: Eine moderne Kommunikation ist das A und O.
ANDREJ ABPLANALP
Rund 100 Spitzenleute aus Hotellerie, Restauration und Tourismus trafen sich am 23. und 24. Mai in Flüeli-Ranft zur von Historhotel organisierten Tagung zum Thema «Touristisches Marketing der Geschichte».

Die Tagung in Flüeli-Ranft zog viele
interessierte Personen an. |
Historische Pakete schnüren
An der Tagung, die im Jugendstil-Hotel Paxmontana stattfand, wurden zwei neue Projekte lanciert. Noch in diesem Jahr soll eine Konferenz von Anbietern kulturhistorischer Spitzenwerke in den Bereichen Museen, Kirchen, Bahnen, Dampfschiffen und historischen Hotels stattfinden. Die Idee dazu stammt von Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus. «Es geht darum, historische Pakete zu schnüren und diese zu verkaufen», meinte Schmid. Die Reisen seien als Gesamtkunstwerk zu gestalten und könnten damit besser vermarktet werden. Zur Veranstaltung der Konferenz haben sich die Swiss Historic Hotels, Schweiz Tourismus und Historhotel zur Verfügung gestellt. Der Event wird höchst-wahrscheinlich im Herbst stattfinden. |

Das Jugendstil-Hotel Paxmontana
war Veranstaltungsort. |
Bessere Vernetzung der Archive
Die zweite an der Tagung entstandene Initiative betrifft die bessere Vernetzung der hotel- und tourismusgeschichtlichen Archive der Schweiz. «Die verschiedenen Museums- und Archivbetreiber waren sehr offen miteinander», erklärt Dieter Pfister, Geschäftsführer von Historhotel. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit, um die noch vorhandenen Zeitzeugnisse der Pionierepoche des Tourismus zu bergen, zu bearbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ob dereinst allerdings ein zentrales Schweizer Archiv entstehen wird, steht noch in den Sternen. |
| |
|
Möbelbörse für antike Möbel
Die Tagung in Flüeli-Ranft war für die Zukunft richtungsweisend. «Wir wissen immer besser, was wir wollen, und was nicht», meint Pfister. So sei beispielsweise der Wunsch nach einer Börse für historisch wertvolle Möbel formuliert worden. «Wir bei Historhotel werden versuchen, diesem Bedürfnis nachzukommen.» Dazu gehöre selbstverständlich auch eine Liste von kompetenten Handwerkern.
In Sachen historische Gaststätten hat die Schweiz europaweit die Nase vorn. Damit das auch so bleibt, sind der Informationsaustausch und die Festlegung von neuen Projekten, wie das beim Treffen in der Innerschweiz stattgefunden hat, sehr wichtig. Ganz nach dem fussballerischen Motto: Nach der Saison ist vor der Saison. |