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03. August 2005
 
 

177 Pilger wandern von Augsburg ins Flüeli-Ranft

FLÜELI-RANFT - 240 Kilometer Weg haben 177 Pilger von Deutschland zum Flüeli-Ranft unter die Füsse genommen. Heute sind die ersten mit Blasen und Muskelkater bei ihrem Schutzpatron eingetroffen.

«Viele kommen aus Dankbarkeit, weil sie von einer Krankheit genesen sind, oder weil ihnen das Leben gelingt, andere kommen mit konkreten Bitten», sagt Karl Müller-Hindelang. Heute ist er mit 95 weiteren Pilgern am Ziel angekommen, morgen trifft eine zweite Gruppe von 86 Pilgern im Flüeli-Ranft ein. Dort beten die Wallfahrer den Heiligen Niklaus von Flüe an, den Schutzpatron der Katholischen Landvolkbewegung Augsburg.

Seit 1978 starten Jahr für Jahr rund 200 Personen in Hagspiel im Süden der bayrischen Diözese Augsburg. Dabei sind immer wieder Leute aus anderen Teilen Deutschlands, diesmal sogar aus Kanada - und nicht nur Katholiken, wie Müller-Hindelang versichert.

96 Pilger aus Augsburg treffen nach 240 Kilometern Fussmarsch im Flüeli-Ranft ein.
96 Pilger aus Augsburg treffen nach 240
Kilometern Fussmarsch im Flüeli-Ranft ein.
Bild: Fabian Fellmann

Marsch durch Nidwalden

Die Pilger legen in sechs Tagesmärschen 240 Kilometer zurück. Verkehrsmittel benutzen sie nur durch den Ricken und für die Seequerung zwischen Brunnen und Beckenried. Dort ist die erste Pilgergruppe gestern von Einsiedeln kommend eingetroffen, die zweite folgt morgen.
Doch die Nachtruhe im Schlafsack im Alten Schützenhaus sollte nicht lange dauern. Bereits um 3 Uhr war Tagwache. Nach einer Morgenbesinnung ging es los nach Stans, wo erneut eine Morgenbesinnung stattfand. Weiter wanderten die Pilger über Kerns zum St. Antoni für eine weitere Andacht. Müde und verregnet trafen die zwischen 17- und 71-jährigen Pilgerer dann gestern kurz vor Mittag in Flüeli-Ranft ein.

«Zum zehnten Mal bin ich dabei, und immer wieder ist es ein bewegender Moment», sagte ein Pilger, als er den Steg über die Melchaa querte.

Regen, Blasen, Muskelkater

Dann musste alles schnell gehen: Sofort rollten die Pilger die Fahnen der Landvolkbewegung aus und zogen singend in die untere Ranftkapelle für eine weitere Messe ein. «Manchmal musste man schon auf die Zähne beissen», sagte Karl Müller-Hindelang nach dem Marsch erleichtert. Blasen, Muskelkater, Hitze, Regen: Das setzt zu. Jetzt können die Pilger aufatmen und ausspannen. Am Freitag steht aber noch eine Wanderung auf dem Programm: zur Chlisterlialp, mit anschliessender Andacht in Melchtal. Am Sonntag gehts nach Hause. Im Car.

Fabian Fellmann

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