Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp
Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus Aelggi Alp Mittelpunkt der Schweiz
Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp
                        Home      Aktuell     Unterkunft     Wandern     Bildgalerie     Bruder Klaus     Anreise     Kontakt
Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp  
Presse  
Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus, Aelggi Alp
 

MZ

04. Juli 2005

 
 

Auf den Spuren eines «anstössigen» Heiligen

Flüeli-Ranft Die Wallfahrten zum Bruder Klaus sind auch heute noch überaus beliebt

Vor mehr als fünfhundert Jahren lebte Niklaus von Flüe als angesehener Bürger, Ratsherr und Richter, aber auch als Bauer, Ehemann und Vater von zehn Kindern in Flüeli-Ranft oberhalb Sachseln.

HEIDI BONO (TEXT UND FOTOS)

Man muss sie gesehen haben, die vielen Menschen jeden Alters, die sich auch heute noch an den Ort begeben, wo Bruder Klaus zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte. «Wer sich auf Bruder Klaus einlässt, den lässt er nicht mehr los», heisst es im Bericht der Katholischen Landvolkbewegung Augsburg, die im Jahre 2002 die 25. Fusswallfahrt unternahm. Sechs Tage lang marschierten 230 Teilnehmer im Alter zwischen 13 und 82 Jahren jeweils etwa 40 Kilometer pro Tag. Sie brachen in Oberstaufen bei der Bruder-Klausen Kapelle in Aach/Hagspiel auf und wanderten über Dornbirn, Appenzell, Kaltbrunn, Einsiedeln, Beckenried nach Sachseln und Flüeli-Ranft. Der Andrang sei so gross, dass es Wartelisten gebe, berichteten die Veranstalter. «Die ganze Wallfahrt ist ein Erlebnis, das mit Geld nicht zu kaufen ist», urteilten junge Teilnehmer.

Warum wandern die Menschen auch heute noch zu Bruder Klaus? Hans Mayer, Landvolkreferent und Organisator der ersten Stunde für die Wallfahrten, erklärt es präzise. Dieser «anstössige» Heilige fordere heraus. Es scheine, dass Bruder Klaus, der als Laie den Bauern, Politiker und Mystiker in sich vereinige, in ganz besonderer Weise den Sehnsüchten und Problemen der gegenwärtigen Generation entspreche. An einem anderen Grossanlass, im Winter nämlich, wird eine Ranftnacht taghell. Dann kommen über 2000 Jugendliche aus der ganzen Schweiz zusammen. Nach Mitternacht gehen sie gruppenweise mit Fackeln hinunter zur Kapelle und der Zelle in den Ranft zum Gottesdienst. Später wandern sie mit brennenden Kerzen zu den Ausgangspunkten zurück und erreichen die ersten Morgenzüge.

Die Trennung von seiner Frau Dorothea und den zehn Kindern ist eine der Hauptschwierigkeiten der heutigen Menschen mit Bruder Klaus. Dies ist denn auch ein immer wiederkehrendes Thema in den Schriften, aber auch an verschiedenen Wallfahrtsorten auf der Welt, wo es Bruder-Klaus-Gedenkstätten und -Kirchen gibt. Auf dem Friedhof von Sachseln steht eine Bronzeplastik mit Dorothea und drei der Kinder. Ohne sie hätte es Bruder Klaus in dieser Art nicht gegeben. In Ungarn findet man im Innern einer Kirche in einem Vorort von Pécs eine fast lebensgrosse Plastik: Bruder Klaus und Dorothea im Dialog. Und die Schriftstellerin Klara Obermüller hat ihr Buch «Ganz nah und weit weg» speziell der Frau von Niklaus gewidmet. In alten überlieferten Dokumenten findet man immer wieder die Aussage: Nach langen persönlichen Gesprächen willigte Dorothea in die Trennung ein und gab so ihrem Gatten zum zweiten Mal ihr ja Wort.

Bruder Blaus trug mit seinem Rat entscheidend zum «Stanser Verkommnis» bei, als die Eidgenossen zerstritten waren. In der modernen Geschichtsforschung gilt dieser Vertrag zu Recht als Meilenstein in der Geschichte der alten Eidgenossenschaft, denn das Vertragswerk von 1481 bildete bis zu deren Untergang im Jahre 1798 die Grundlage der Zusammenarbeit der anfänglich acht und später dreizehn eidgenössischen Orte. Bruder Klaus aber war nicht, wie dies fälschlicherweise auf vielen Bildern zu sehen ist, an der Tagsatzung zu Stans. Sein Jugendfreund und Pfarrer Heimo Amgrund brachte seinen Rat und seinen Geist aus dem Ranft zu den Mitgliedern der Tagsatzung.

Immer wieder wird erwähnt, dass das Flüeli-Ranft ein ganz besonderer Kraftort sei. Ganz unterschiedlich sind sicher die Art und Weise, wie man diesen Ort erlebt. Sei es als Wallfahrer zu Fuss oder per Car mit konkreten Erwartungen. Als Gast ins wunderschön renovierte Hotel Paxmontana geht man vor allem, um beschauliche Ferientage in einzigartiger Landschaft zu geniessen. Wenige können sich dem speziellen Zauber dieses Ortes verschliessen. Der Abstieg ins Ranft zur Klause und Kapelle, aber auch ein Ausruhen und Besinnen an der rauschenden Melchaa, hinterlassen tiefe Eindrücke. Die bekannte Geobiologin Blanche Merz erwähnt im ihrem Buch, dass die qualitativen Werte des Ortes durch zu viele Neugierige und Besucher verschwunden seien. Aber eigentlich hätten sie sich nur zurückgezogen. Denn der heutige Mensch könne auf spiritueller Ebene eine Resonanz zu der Seele des Ortes finden.

Lindenholzstatue

Eine der ältesten Darstellungen 16.Jh

 

Souvenirs

Schwester Emmanuelle füllt Weih-wasser in kleine Flaschen ab.

 

Jugendstil-Hotel

Stimmungsvoller Ausgangsort für den Besuch im Ranft.

Quellen: «Niklaus von Flüe», von Lothar Emanuel Kaiser; «Ganz nah und weit weg», von Klara Obermüller; «Orte der Kraft in der Schweiz», von Blanche Merz.

Sachseln Flüeli-Ranft Aelggi Alp Wandern    
Impressum  
zurück
zurück Seitenanfang
Seitenanfang
  Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus Jakobsweg Bruder Klaus
Sachseln Flüeli-Ranft Tourismus - Schweizer des Jahres





















Home - Startseite Bruder Klaus Flüeli-Ranft Wandern Die Aelggi Alp – Mittelpunkt der Schweiz Flüeli-Ranft - Ort der Mystik Email