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Ausgabe vom 8. Januar 2005
 
 

08.01.2005 - Tages-Anzeiger Online

Erstmals eine Frau

Lotti Latrous ist «Schweizerin des Jahres». Im Rahmen der «SwissAward - Millionen-Gala» in der St. Jakobshalle Basel erhielt die Gründerin eines Sterbehospizes in Abidjan die meisten Stimmen des TV-Publikums.

Der Titel wurde zum dritten Mal verliehen und ging zum ersten Mal an eine Frau. Im vergangen Jahr war der Tennisspieler Roger Federer zum Schweizer des Jahres gewählt worden, im Vorjahr der Kinderarzt und Musiker Beat Richner.

Lotti Latrous kämpfe in den Elendsvierteln von Abidjan für die Ärmsten der Armen und schenke in ihrem Sterbehospiz den aidskranken Kindern und Müttern Würde und Liebe, heisst es in einer Dokumentation des Schweizer Fernsehens. Latrous siegte vor der Schauspielerin und Komödiantin Birgit Steinegger.

«SwissAward» ist eine Veranstaltung von SF DRS, SwissLos und «Blick» in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Schweizer oder Schweizerin des Jahres können alle werden, die von der Jury für einen «SwissAward» nominiert wurden.

Es sind dies 18 Personen, je drei aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft, Showbusiness, Sport und Gesellschaft. Eine Person pro Kategorie wird mit dem «SwissAward» ausgezeichnet. Das TV-Publikum kann dabei nicht mitreden.

In der Kategorie «Showbusiness» konnte die Sängerin Mia Aegerter die Auszeichnung entgegen nehmen, in der Kategorie «Kultur» der Schauspieler Bruno Ganz. Den «SwissAward» der Kategorie «Wirtschaft» erhielt die Baslerin Beatrice Weder die Mauro, die dem Sachverständigenrat der deutschen Regierung angehört.

In der Kategorie «Gesellschaft» wurde der Infektiologe und Aids-Spezialist Ruedi Lüthy ausgezeichnet. Der Degenfechter Marcel Fischer, der an den olympischen Spielen die Goldmedaille holte, erhielt den «SwissAward» der Kategorie «Sport», und Jean Ziegler, Genfer Sozialdemokrat und Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, jenen der Kategorie «Politik».

Mit dem «SwissAward» sollen Menschen geehrt werden, die durch Mut, Innovation, Kreativität oder Eigenwilligkeit auf sich aufmerksam gemacht haben. An der Gala wurde sechs Mal eine Million Franken verlost. Zwei Millionen aus dem Lotteriefonds gehen zudem an die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. Durch die Gala- Show führte die Moderatorin Sandra Studer. (rom/sda)

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