Lotti Latrous ist «Schweizerin
des Jahres»
BASEL Die Fernsehzuschauer waren
sich einig: Lotti Latrous, Gründerin und Leiterin eines Sterbehospizes
in der Elfenbeinküste, hat die Auszeichnung «Schweizerin
des Jahres» am meisten verdient.
18
prominente Persönlichkeiten waren nominiert, doch eine überzeugte
bei der «SwissAward»-TV-Gala am besten als «Schweizerin
des Jahres»: Lotti Latrous. Die 51-jährige Zürcherin
löst damit Tennisstar Roger Federer, den «Schweizer des
Jahres 2003», ab. Bei der erstmaligen Vergabe des «SwissAward»
hatte 2002 der Kinderarzt und Musiker Beat Richner obenaus geschwungen.
Latrous setzt sich in den Elendsvierteln von Abidjan
mit ihrem Sterbehospiz «La Blanche» für aidskranke
Kinder und Mütter für die Ärmsten der Armen ein.
Sie schenke den aidskranken Kindern und Müttern Würde
und Liebe, heisst es in einer Dokumentation des Schweizer Fernsehens.
In der Kategorie Gesellschaft ging dieses Jahr eine
weitere Auszeichnung an eine Persönlichkeit, die sich im Kampf
gegen Aids engagiert, nämlich an den Zürcher Arzt Ruedi
Lüthy.
«SwissAwards» wurden weiter verliehen an den Degenfechter
und Olympiasieger Markus Fischer (Kategorie Sport), an den früheren
Genfer SP-Nationalrat und UN-Sonderbeauftragten für Ernährung,
Jean Ziegler (Kategorie Politik), an den Schauspieler Bruno Ganz
(Kategorie Kultur), an die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro
(Kategorie Wirtschaft) sowie an die Sängerin-Schauspielerin
Mia Aegerter (Kategorie Showbusiness).
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