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21. Juli 2006
 

Peter Sauber auf der ÄLGGI-ALP

Mit der Kraft aus den Bergen

Der «Schweizer des Jahres» machte am vergangenen Samstag zuerst der maxon motor AG in Sachseln seine Aufwartung. Er befand sich in Begleitung seiner Gattin Christiane sowie der gebürtigen Lungererin Gabriela Amgarten, ihres Zeichens Unterhaltungs-Chefin von SF DRS (beide Damen auf dem Bild nebenan). Und weil die Television ebenfalls dabei war, kam noch ein Produktionsteam aus der Fernsehstrasse 1-4 im zürcherischen Leutschenbach dazu.

   
Peter Sauber auf der Alp Älggi bei Sachseln

Beim Betrachten von Produktionsabläufen zwischen Menschen und Technik gerieten Peter Sauber und Jürgen Mayer ins Fachsimpeln. Der Formel- 1-Tüftler und der maxon-CEO waren sich einig. Was bei Gast und Gastgeber vor vielen Jahren noch technische Basteleien waren, sind heute längst Produkte der Forschung und Hochtechnologie.

Gegen Mittag dann ein krasser Gegensatz: Das Dutzend modernster Offroad-Vehikel der Bayrischen Motorenwerke (BMW) quälte sich mit der Gästeschar über die enge und kurvenreiche Strasse - zuerst bis Älggi und teilweise weiter, hoch bis zum Sachsler Seefeld.

   

Im Angesicht von «Haupt» und «Hochstollen» - kurz gesagt bei perfekter Inszenierung durch den Sachsler Steimandli-Klub - genossen Peter Sauber und seine Gattin Christiane die Worte des Sachsler Wildhüters Hans Spichtig, die Klänge des Alphorntrios Steinbock und vor allem die Älplermagronen aus dem Chessi.

Ehrlich wie der «Schweizer des Jahres 2005» nun mal ist, machte er kein Geheimnis daraus, dass ihm dieser Tag ausserordentlich Spass machte. «Ich fühle mich sehr wohl hier», bekräftigte Sauber zur Freude aller Einheimischen. Eine Feststellung, die unschwer auch von seinem zufriedenen Gesicht abzulesen war.

Mit fätziger Musik, ganz nach dem Gusto des zu Ehrenden, gings dann auf der Älggi-Alp im geografischen Mittelpunkt der Schweiz weiter. Die hervorragende Pearl-Jazz-Band mit ihrer Musik aus dem «Great American Song Book» schien zu gefallen. «Für einmal keine Heimweh-Kompressoren» (Schwyzerörgeli), stellte nicht Peter Sauber, sondern ein anderer Musikfreund fest. Und auch Hans Wallimann, der erste Redner, sprach von wunderbarer Musik an einem mystischen Ort. Mustergültiges Teamwork wie in Peter Saubers Formel-1-Rennstall habe er - «ohne dass ich mich jetzt bei unserem Gast anbiedern möchte» - in seinem Finanzdepartement schon häufig angemahnt, erklärte der Landammann.

Das Wort dem Sportchef von SF DRS: Urs Leutert machte auf einen weiteren Gegensatz aufmerksam: «Die Formel1-Rennstrecken rund um die Welt und die Älggi -Alp - was für ein Unterschied» Peter Sauber habe sich die Kraft für den globalen Rennzirkus immer schon aus den Bergen geholt, stellte der Laudator fest. «Und ich bin sicher, dass es dir da oben besonders gefällt.» Leutert gab schlussendlich einen denkwürdigen Satz Saubers zum Besten: «Eigentlich ist das was ich gemacht habe in der Schweiz gar nicht möglich.» Es war möglich und es gelang ihm ebenso, mit seinem Werk die Landsleute zu begeistern. Eine Leistung die dem Peter Sauber das Prädikat «Schweizendes Jahres 2005» und die Verewigung auf der berühmten Tafel im Mittelpunkt der Schweiz einbrachte.

Primus Camenzind

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