Köbi lernte Blocher kennen
Sportlich-politisches Gipfeltreffen auf der Älggialp (1650 m) im Kanton Obwalden.
Nati-Trainer Köbi Kuhn wurde als Schweizer des Jahres verewigt. Justizminister Christoph Blocher hielt die Laudatio.
Köbi Kuhn und Christoph Blocher lernten sich am Freitagabend bei einem mehrgängigen Abendessen im Jugendstil-Hotel Paxmontana in Flüeli-Ranft kennen. Dabei waren auch ihre Gattinnen Alice Kuhn und Silvia Blocher.
«Ein sehr schöner und interessanter Abend», erzählte Köbi Kuhn SonntagsBlick gestern Morgen. «Ich freute mich, Christoph Blocher persönlich kennen zu lernen. In den Medien wird er nicht immer so abgebildet, wie er wirklich ist. Wenn man als Politiker etwas erreichen will, muss man manchmal etwas überzeichnen.»
Auch Christoph Blocher war begeistert von seiner neuen Bekanntschaft: «Ich habe keine Ahnung von Fussball. Aber ich hatte schon Respekt vor Köbi Kuhn aus der Distanz. Er ist eine Führungspersönlichkeit und hat den Schweizerinnen und Schweizern letztes Jahr wieder gesundes Selbstvertrauen gegeben.»
Silvia Blocher ergänzte: «Mein Mann hat sich richtig gefreut, die Laudatio für Köbi zu halten. Es bestand von Anfang an so etwas wie eine Seelenverwandtschaft zwischen den beiden.» Auch ihre Geburtstage feiern sie übrigens fast zusammen: Blocher wurde am 11. Oktober (1940) geboren – Köbi am 12. Oktober (1943).
Christoph Blocher spazierte am Morgen noch ein Stück auf dem Jakobsweg, der am Jugendstil-Hotel Paxmontana vorbeiführt und in Santiago de Compostela in Spanien endet. Nomen est Omen, auch wenn der Pilgerweg natürlich nicht nach Jakob «Köbi» Kuhn benannt wurde... |
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Hier genossen die beiden Abendessen und Frühstück,
sowie die wunderbare Aussicht.

Vor der Ehrung trafen sich Köbi Kuhn und Christoph Blocher im Hotel Paxmontana in Flüeli-Ranft.
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Hoteldirektor Martin Küttel: «Es ist eine besondere Ehre für uns, dass der Trainer der Nationalmannschaft und ein Bundesrat bei uns wohnen. Schliesslich werden wir als historisches Haus auch mit Geldern vom Staat unterstützt.»
Auch die Fernsehfrauen Gabriela Amgarten (45) und Sandra Studer (38, Moderatorin der Sendung «Schweizer des Jahres») waren auf der Älggialp dabei. Studer: «Auf der Bühne lernt man eine Person nicht so gut kennen, aber ich spürte schon damals seine ruhige Ausstrahlung. Das ist jetzt die Fortsetzung der Preisübergabe auf der Bühne.»

Verewigt: Köbi ist der 5. Schweizer des Jahres.
Der Name Blocher fehlt noch auf dem Stein. |

Kinder stehen für Nati-Coach Kuhn Spalier. |
Niklaus Bleiker, CVP-Regierungsrat des Kantons Obwalden, verlas eine Grussbotschaft von Sepp Blatter: «Bei allem Aufhebens um seine Person ist er stets auf dem Rasen geblieben.» Dem pflichtete auch Justizminister Blocher bei: «Ob ihn die Medien in den Himmel oder in die Hölle schreiben, Köbi Kuhn bleibt immer auf dem Boden.»
Margrit Freivogel, Gemeindepräsidentin von Sachseln, war begeistert: «So viele Leute waren noch nie bei einer Ehrung des Schweizers oder der Schweizerin des Jahres auf der Älggialp. Ich muss aber zugeben, es war auch noch nie so schönes Wetter.» Köbis Kommentar: «Ich habe auch schönes Wetter bestellt.»
Köbi-National ist nach Beat Richner (2002), Roger Federer (2003), Lotti Latrous (2004) und Peter Sauber (2005) der fünfte Schweizer des Jahres, der im geografischen Mittelpunkt der Schweiz in Stein verewigt wurde.
VON PETER PFLUGSHAUPT
Bilder: Werner Schaerer
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